Aktuelle Solid State Disks im Test
29.09.08
Neue Solid State Disks (SSDs) bringen deutlich mehr Performance als herkömmliche Festplatten, bei geringerem Energieverbrauch. Bisherige Modelle konnten diese Versprechen nur bedingt einlösen. Intel und Samsung präsentieren aktuell sehr schnelle Solid State Disks, die Festplatten weit überlegen sind, so c’t 21/08 in einem Vergleich.
Ersetzt man eine Festplatte durch Flash-Speicher bringt das spürbar mehr Tempo als ein schnellerer Prozessor. Der Rechner bootet schneller und die Anwendungen laden flotter. Denn so genannte Solid State Disks (SSDs) sind rein elektrische Speicher und müssen anders als mechanische Festplatten nicht erst aufwendig Schreib-/Leseköpfe zu den Daten hinfahren, sondern nur einzelne Leitungen schalten. Außerdem benötigen sie weniger Energie und können so zum Beispiel die Akkulaufzeit von Notebooks verlängern oder den Energiebedarf von Server-Systemen deutlich senken. Ohne bewegliche Teile sind sie zudem robuster und weniger anfällig für Defekte.
Dank ausgefeilter Controller-Technik bietet nun Intel als erster Hersteller richtig schnelle SSDs an. “Diese Flash-Disks sind die bislang ersten, denen wir eine rechnerbeschleunigende Wirkung bescheinigen können und die das oft gehörte Energieversprechen endlich einlösen”, erläutert c’t-Redakteur Boi Feddern. “Allerdings arbeiten sie nur in modernen Notebooks wirklich energiesparend, die die SSD bei ausbleibenden Zugriffen sofort in einen Energiesparmodus schicken. Auch Samsung bietet schnelle und energiesparende Flash-Disks, die vom Tempo her mit den Intel-Modellen jedoch nicht ganz mithalten können”, so der c’t-Experte. Nachteil der schnellen Flash-Disks ist der hohe Preis. Intel verlangt für seine SSD mit dem günstigeren MLC-Flash rund 600 US-Dollar für 80 GByte und bei Samsung kosten 64 GByte mit dem teureren SLC-Flash etwa 800 US-Dollar. Voraussichtlich tauchen die Laufwerke auch erst einmal nur in Komplettgeräten und nicht einzeln im Handel auf.
Erschwinglicher sind dagegen die Flash-Disks von OCZ, Supertalent oder Transcend, die man mit 64 GByte einzeln schon für rund 200 Euro bekommt. “Sie konnten im Test als Festplattenalternative allerdings nicht überzeugen”, so Boi Feddern.
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Ob SSDs irgendwann die bisherigen Festplatten komplett ersetzen werden? Ich denke das die Preise sich da weiter nach unten bewegen werden und technisch gesehen sind die Flash-Speicher ja offensichtlich klar im Vorteil. Warten wirs ab :-)
Es gibt bereits einige Hersteller, welche SSDs in ihre PC-Systeme integrieren, z.B. Apple und Dell. Momentan allerdings zu erheblichem Mehrpreis von rund 600 Dollar pro Computer. Die Zeit wird das regeln denke ich und dann werden SSD als Festpatte Standard zu billigem Preis.