Externe SATA-Festplatten versus USB und FireWire

27.04.07

Die neue Generation externer Festplatten stellt Geschwindigkeitsrekorde beim Datenverkehr auf. Man verbindet sie nicht per USB mit dem PC, sondern über einen eSATA -Anschluss. Das Besondere: Von ihnen lässt sich anders als bei USB ohne Probleme ein Windows starten. In der Praxis überzeugt die neue Technik aber noch nicht ganz, so ein Artikel in c’t 10/07.


Externe Festplatten bieten mehrere hundert Gigabyte zusätzlichen Speicherplatz und eignen sich als Backup-Medium oder als Datenarchiv, wenn der Speicherplatz der internen Platte längst ausgereizt ist. Bisher wurden die meisten externen Festplatten per USB an die PCs angeschlossen. Die Übertragung großer Datenmengen wird hier allerdings zum Geduldsspiel: Maximal 30 MByte pro Sekunde sind bei der Datenübertragung via USB zu erwarten, moderne Platten sind aber rund doppelt so schnell und werden ständig schneller - bis rund 300 MByte pro Sekunde kann eSATA dann noch mitgehen.

“Damit kann man die externen SATA-Festplatten wie interne verwenden - es gibt keine Geschwindigkeitsunterschiede mehr”, so c’t-Redakteur Boi Feddern. “Sollte die interne Festplatte einmal streiken, lässt sich ein PC von der eSATA-Festplatte auch ohne Weiteres neu starten, wenn zuvor ein bootfähiges Betriebssystem aufgespielt wurde.”

Die Nachteile gegenüber externen Festplatten mit USB-Anschluss liegen in der sehr geringen Auswahl an Hardware und an gut funktionierenden Treibern. Hochwertige moderne Rechner bringen einen eSATA-Anschluss bereits mit, andere Geräte brauchen einen zusätzlichen Adapter. Manche externen Platten stehen auch als eSATA- Platten in den Regalen, obwohl sie über die internen SATA-Anschlüsse betrieben werden müssen. “Davon sollte man die Finger lassen”, rät c’t-Redakteur Boi Feddern. “Nur unter besonders günstigen Bedingungen funktionieren die für den internen Einsatz konzipierten Kabel und Stecker auch beim externen Einsatz fehlerfrei.”

Nachdem man wichtige Daten kopiert hat, will man die externe Platte abschalten - nur so sind die Daten vor einer Viren-Attacke sicher. Damit das bei laufendem Betrieb ohne Absturz oder Datenverlust gelingt, informiert man zuvor das Betriebssystem mit dem Mechanismus “Hardware sicher entfernen” über seine Absicht. Bei USB- und FireWire-Festplatten funktioniert das reibungslos, viele Treiber für eSATA-Hostadapter unterstützen das aber bis heute noch nicht oder nur fehlerhaft. Etliche eSATA-Platten-Besitzer müssen daher wohl noch einige Treiber-Updates abwarten, ehe sie die Platte ohne Blue-Screen im laufenden Betrieb stilllegen können.

Backlinks
S3200: FireWire mit 3,2 GBit/s und Spezifikation IEEE 1394b
Iomega Never Down: Bootfähige Backups für eSata-Laufwerke

Wikipedia
Serial ATA

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Computertechnik
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