Wissenschaftler aus Australien haben Wolle, Seide und Hanf mit Nanokristallen aus Titandioxid versehen, die mit Hilfe von natürlichem Sonnenlicht Flecken auf der Kleidung und sogar bakterielle Krankheitserreger entfernen, berichtet Technology Review 04/08.
Das Geheimnis liegt in der stark fotooxidierenden Wirkung von Titandioxid: Unter ultraviolettem Licht erzeugt es Radikale, die organisches Material oxidieren und abbauen. Die Kristalle sind auf den Textilien weder fühl- noch sichtbar. Den Stoff selbst oder die Haut greifen sie nicht an, sagt der Gruppenleiter Wakid Daiud von der Monash University.
Die Reinigungswirkung von Titandioxid wird bereits in Sonnencreme, Malerfarbe, Fliesen oder Socken genutzt. Auf Wolle, Seide oder Hanf ließ sie sich bisher aber nicht nutzen, weil Titandioxid sich nicht direkt an diese Stoffe bindet. Dieses Problem lösten die Forscher jetzt, indem sie die Textilien zusätzlich mit Carboxylgruppen versahen.
Besonders interessant könnte diese Anwendung im medizinischen Bereich werden: Die manipulierten Textilien zerstören auch die Zellwände von Krankheitserregern. Damit ausgestattete Ärzte und Pfleger würden also über ihre Kleidung keine Keime mehr von Bett zu Bett tragen.
Wikipedia
Titandioxid
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Self-Cleaning Keratins (Chemistry of Materials)
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